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Reise nach Litauen - Allgemeine Informationen |
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Anreise / Verbindungen im Land
Mit dem Zug erreicht man Litauen aus Polen, Lettland und Weißrußland. Wer von Nordpolen mit dem Zug anreist, sollte aufpassen welche Strecke der Zug wählt: Die alte Hauptstrecke führt einige Kilometer durch Weißrußland. Wählt man diese Strecke ist ein teures Transitvisum nötig. Es gibt jedoch auch eine Nebenstrecke, die direkt von Polen nach Litauen führt. Busse gibt es von allen Nachbarstaaten mehrmals täglich. Von Warschau ist die Anreise mit dem Bus die schnellste und eine billige Möglichkeit nach Litauen zu gelangen. Im Land sind die Busse besser als die Züge.
Sehenswürdigkeiten Vilnius: Die Hauptstadt von Litauen ist einen Besuch wert. Besonders die Altstadt hat viel interessante Architektur zu bieten. Sehenswertes gibt es auch in der Umgebung: Der Europos Parkas (Europapark) ist ein Skulpturenpark sowohl junger als auch weltbekannter Künstler. Er befindet sich wenige Kilometer vor Wilna im geographischer Zentrum Europas. Wegen der enormen Größe des europäischen Teils von Rußland und Skandinaviens liegt Litauen eigentlich genau im Zentrum von Europa! In Vilnius kann man gut und billig in der Jugendherberge Filaretai übernachten. Dort bekommt man für 8 Euro in der Saison oder für 6 Euro im Winter ein Stockbett. (Stand 2005) Adresse: www.lithuanianhostels.org (litauischer Jugendherbergsverband), Tel. der Herberge: (00370) 5-2154627. Kurische Nehrung: Ein 98 km langer Sandwall verbindet Kaliningrad (Königsberg) in Rußland mit der Stadt Memel in Litauen. Die Grenze zwischen Rußland und Litauen verläuft etwa in der Mitte. Die Kurische Nehrung ist nur wenige Kilometer breit. Den litauischen Teil erreicht man auf der Straße von Memel oder aber mit der Fähre (siehe unten). Wer in den russischen Teil weiterreisen will, braucht ein Visum und hat scharfe Grenzkontrollen zu erwarten. Die Landschaft auf der Kurischen Nehrung ist einmalig: Die größten Sanddünen von Europa, schöne Strände und Nadelwälder sind auf der Nehrung zu finden. Hauptort ist Nida: Ein kleiner Fischerort mit bunten Holzhäusern, die an Skandinavien erinnern. In der Touristeninfomation werden Privatzimmer vermittelt. In Nida sind Sommerhäuser bekannter Deutscher zu bewundern. Die Gegend war im Deutschen Reich Teil von Ostpreußen. Im Thomas-Mann-Haus verbrachte der Schriftsteller viele Sommer. Heute ist das Haus ein Museum, das einen Besuch lohnt. Einen weiterer besucherswertes Dorf auf der Kurischen Nehrung ist Schwarzort. In der Nähe von Schwarzort wird der weltbekannte Bernstein abgebaut. Von Kaunas (die zweite große Stadt von Litauen) starten täglich einige Passagierschiffe die Memel hinab und erreichen nach wenigen Stunden die Stadt Nida auf der Kurischen Nehrung (siehe oben). Die preiswerte Schifffahrt auf der Memel hat mir sehr gut gefallen. Die Landschaft links und rechts dem ursprünglichen, wenig begradigten Fluß Memel lohnt die langsame Fahrt. Zum Teil ist die Memel Grenzfluß, links liegt Rußland - rechts Litauen. Von der Memel aus kann man deutlich die unterschiedliche Kultur, Architektur und das Wohlstandsgefälle der beiden Länder erkennen. Aktueller Hinweis: Leider fahren die Schiffe auf der Memel derzeit (2009) nach Aussage eines Lesers nicht mehr.
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